Warum meine Enkel nicht mehr zu mir kommen wollten – und wie ich es geschafft habe, dass sie jetzt wieder gerne bei mir sind.

Von Margarete Schmidt, Oma & ehemalige Grundschullehrerin

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 Aktualisiert Okt 2025

"Bin ich eine langweilige Oma?"


Diese Frage stellte ich mir immer öfter.


Jeden Freitag kommen Paul (7) und Mia (4) zu mir. Meine Tochter muss arbeiten, und ich passe auf die beiden auf.


Früher habe ich mich darauf gefreut. Aber in letzter Zeit... hatte ich das Gefühl, nicht mehr mithalten zu können.


"Oma, können wir Fangen spielen?" rief Paul, kaum dass er zur Tür reingekommen war.


Wir gingen raus in den Garten. Ich rannte mit. Aber nach zehn Minuten spürte ich meine Knie. Mein Rücken. Ich musste eine Pause machen.


"Oma, schon vorbei?" sagte er enttäuscht.


Drinnen wollte Mia eine Höhle bauen. Wir hatten das schon ein paar Mal gemacht – Decken, Kissen, Stühle. Aber in der engen Höhle hocken, mich bücken, mit ihnen drin sitzen? Das schaffe ich nicht mehr.


Nach zwanzig Minuten saßen beide gelangweilt da.


Paul seufzte. Mia schaute mich mit großen Augen an.


Vielleicht bin ich wirklich langweilig für sie geworden. Ich kann einfach nicht mehr so mithalten wie früher.


Ich stand da, ratlos. Was sollte ich mit ihnen machen? Mir fiel nichts mehr ein.


Also griff ich zum Tablet.


"Nur eine halbe Stunde", sagte ich – mehr zu mir selbst als zu ihnen.


Die beiden nahmen es, ohne zu zögern.


Aber in mir nagte dieses Schuldgefühl. Ich konnte einfach nicht mehr mithalten. Und das Tablet? Das war mittlerweile meine einzige Lösung.

 

Ich redete es mir schön – "So schlimm ist es doch nicht"

"Es ist ja nur kurz", sagte ich mir immer wieder. "Und ihnen gefällt es doch. Sie sind glücklich... oder?"

 

So hatte ich mir die Zeit mit meinen Enkeln eigentlich nicht vorgestellt.

 

Ich wollte mit ihnen lachen. Zusammen etwas erleben. Momente schaffen, an die sie sich später erinnern. Nicht einfach nur die Oma sein, die ihnen das Tablet gibt.

 

Aber was sollte ich denn machen? Ich konnte nicht mehr mithalten.

Was "nur kurz iPad" wirklich mit dem Kindergehirn macht – und warum ich es nicht mehr ignorieren konnte

Ein paar Wochen später sprach ich mit meiner Freundin Renate darüber. Sie ist Kinderärztin im Ruhestand.


Ich erzählte ihr von meiner Erschöpfung, von den Tablets, von diesem Gefühl, dass ich die Enkel nicht richtig erreiche.


Ihre Antwort traf mich:
"Margarete, die Studien sind eindeutig. Zu viel Bildschirmzeit schadet der Entwicklung – Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafprobleme, Emotionsregulation. Du brauchst eine Alternative.


In der Forschung nennt man das mittlerweile 'Brain Rot' – Gehirnverrottung (https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11939997/). Klingt hart, ist aber genau das, was passiert, wenn Kinder nur noch passiv konsumieren."


Laut DGKJ: maximal 30 Minuten pro Tag für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren (https://www.dgkj.de/detail/post/umgang-mit-handy-computer-und-spielkonsole-in-der-familie).


Eine Studie aus JAMA Pediatrics (2024) zeigt: Kinder mit übermäßiger Bildschirmzeit haben messbar schlechtere Konzentration (https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2808593).

 

Renate legte ihre Hand auf meine: "Das Problem: Das Tablet liefert sofort Belohnung – ohne Anstrengung. Klar, dass das Gehirn diese Alternative bevorzugt."


"Du musst sie aktiv beschäftigen. Kleine Missionen. Wie eine Schnitzeljagd – eine Aufgabe, ein Ziel, vielleicht eine kleine Belohnung. Kinder brauchen das."

 

Das wahre Problem: Ich bin keine 37 mehr.

Ich kann nicht mehr mithalten.


Als meine eigenen Kinder klein waren, bin ich stundenlang mit ihnen gerannt. Fußball. Verstecken. Fangen im Garten.


Aber jetzt? Mit 63?


Nach fünf Minuten Toben tun mir die Knie weh. Beim Bücken spüre ich meinen Rücken. Und wenn Paul ruft "Oma, komm, wir spielen Fangen!" – dann weiß ich: Nach ein paar Minuten bin ich fertig.


Mein Körper macht einfach nicht mehr so mit.


Und die Enkel merken es.


"Oma ist müde", sagt Mia dann. Und Paul verdreht die Augen.


Dann hocken sie auf dem Sofa. Und schauen auf das Tablet.


Dazu kommt: Paul (7) und Mia (4) wollen nie das Gleiche spielen.


Wenn ich etwas für Paul finde – "Das ist viel zu schwer für Mia!"


Wenn ich etwas für Mia vorschlage – "Oma, das ist baby-mäßig!"


Puzzle? Paul fand es langweilig. Mia war überfordert.


Brettspiel? Paul gewann sofort. Mia weinte.

Der Zufall, der alles veränderte

Ein paar Tage später war ich mit Paul und Mia auf dem Spielplatz.

Wie immer: Ich saß auf der Bank. Paul schaukelte lustlos. Mia spielte halbherzig im Sand.

 

Und dann entdeckte ich etwas Spannendes.

 

Eine andere Oma saß ein paar Meter weiter auf einer Bank. Ihre beiden Enkel – vielleicht 4 und 7.

 

Aber diese Kinder wirkten ganz anders.

 

Sie hüpften aufgeregt um sie herum, als hätte sie gerade einen Schatz gefunden.

Sie hielt ein paar Karten in der Hand.

 

Eine zog sie heraus, las vor – und sofort rannten die Kinder los. Kreischend vor Begeisterung.

 

Keine 30 Sekunden später kam die Kleine zurück, zeigte stolz ein Blatt. Die Oma klatschte ab, als hätte sie gerade etwas Unglaubliches geschafft.

 

Ich war fasziniert.

Nach ein paar Minuten ging ich zu ihr rüber. Konnte einfach nicht anders.

"Entschuldigung... kann ich kurz fragen, was das für Karten sind?"

Sie lächelte. "Das hier? Mein Geheimtrick, wenn mir nichts mehr einfällt."

Sie zeigte mir die Karten. Sah aus wie ein Kartenspiel. Aber auf jeder Karte stand eine Aufgabe:

"Finde ein Blatt, das größer ist als deine Hand."

"Und das funktioniert wirklich?"

 

"Besser als du denkst. Jede Karte hat zwei Seiten – vorne für die Kleinen ab 3, hinten schwieriger für die Größeren ab 6. Beide spielen gleichzeitig. Jeder auf seinem Level."

 

"Und ich? Ich muss nicht mitrennen. Ich ziehe eine Karte, lese vor – und sie spielen."

 

"Genau und das beste: Du musst nichts vorbereiten. Einfach eine Karte ziehen, vorlesen – fertig. Funktioniert überall, bei jedem Wetter."

 

“Es gibt drei verschiedene Sets, für Zuhause, die Stadt und die Natur.”

Ich schaute zu Paul und Mia rüber. Immer noch gelangweilt.

 

"Wo kann ich die denn kaufen?"

 

Sie holte ihr Handy raus, zeigte mir die Webseite.

 

Ich notierte mir den Namen. Heldenzimmer.

 

Noch am selben Abend bestellte ich sie.

Was die Alltags-Abenteuer-Formel bei uns verändert hat – und warum das System so wirksam ist

Drei Tage später kam das Paket.
Beim nächsten Besuch probierte ich es aus.


Paul und Mia kamen rein. Nach zehn Minuten: "Oma, können wir was auf dem Tablet schauen?"


Ich sagte: "Ich habe etwas Besseres."


Ich holte die Karten raus. "Das hier sind Abenteuer-Karten. Wie eine Schatzsuche."
Pauls Augen leuchteten sofort.


"Wie geht das?"


"Ganz einfach. Ich ziehe eine Karte, lese vor – und ihr macht die Aufgabe. Mia bekommt die leichtere Seite, du die schwerere."


Ich zog die erste Karte aus dem Natur-Stapel.


Für Mia (4): "Finde etwas Weiches draußen."
Für Paul (7): "Finde drei verschiedene weiche Dinge und ordne sie nach Weichheit."


Ich las vor.


Und dann passierte etwas Magisches:


Sie rannten los.


Ohne zu meckern. Ohne zu diskutieren.
Nach zwei Minuten kam Mia zurück – mit Moos in der Hand. "Oma, schau! Das ist weich!"


Ich drückte ihr ein kleines Abzeichen in die Hand. Sie strahlte.


Paul kam mit drei Dingen: Moos, einem Grashalm und einem Löwenzahn-Puschel. "Oma, das Moos ist am weichsten, dann der Löwenzahn, dann das Gras!"


Ich musste nicht mitrennen. Ich stand einfach da und schaute zu.

Was sich bei uns verändert hat und warum das System so wirksam ist.

Erstens: Es deckt alles ab. 

Nicht nur Natur – auch Stadt und Indoor.
Letzte Woche regnete es. Früher: Tablet-Tag.
Diesmal zog ich eine Karte aus dem "Zuhause"-Stapel. Sie spielten eine Stunde lang im Wohnzimmer.
Kein Tablet. Kein Gejammer.

Zweitens: Du bist sofort startklar.

Drei komplette Kartensets – Natur, Stadt, Zuhause. Insgesamt 150 Karten mit 300 Aufgaben.
Ziehen, vorlesen, loslegen – egal wo.
Beim letzten Stadtbummel zog ich eine Karte. Plötzlich war der "langweilige Spaziergang" ein Abenteuer.

Drittens: Es ist für verschiedene Altersstufen.

Jede Karte hat zwei Schwierigkeitslevel – vorne ab 3, hinten ab 6.
Paul fühlt sich nicht unterfordert. Mia ist nicht überfordert.
Endlich kein Streit mehr.

Ich muss körperlich nicht mehr mithalten.


Das ist der größte Unterschied.


Früher musste ich mitrennen, mitspielen, aktiv sein.


Jetzt? Ich leite das Spiel.


Ich ziehe eine Karte. Ich lese vor. Die Enkel rennen los.


Und ich? Ich stehe da, schaue zu – und freue mich.

Mein ehrliches Fazit

Das Abenteuer-Entdecker Bundle hat für mich funktioniert.

 

Für hunderte andere Großeltern auch (die Bewertungen sprechen für sich).

 

Es ist nicht perfekt. Es löst nicht alle Probleme. Und ja, deine Enkel werden trotzdem manchmal nach dem Tablet fragen.

 

Aber es gibt dir eine echte Alternative.

 

Eine, die ohne körperliche Anstrengung funktioniert.

 

Eine, die Geschwister zusammenbringt, statt sie gegeneinander aufzubringen.

 

Eine, die Erinnerungen schafft, die bleiben.

Eine kleine Warnung noch: Als ich vor drei Wochen ein zweites Set für meine Schwägerin bestellen wollte (als Geburtstagsgeschenk für sie und ihre Enkelin), war es ausverkauft.
Ich musste fast zwei Wochen warten, bis es wieder verfügbar war.
Scheint wohl kein Zufall zu sein – in den Oma-Gruppen auf Facebook habe ich es jetzt schon mehrmals gelesen, dass das Bundle schnell vergriffen ist.
Falls du es ausprobieren möchtest, würde ich nicht zu lange warten.

 

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